Pflege & Qualität
Ein guter Pullover ist eine Investition. Und wie bei jeder Investition entscheidet die Pflege darüber, wie lange du Freude daran hast. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Gewohnheiten hält dein Strickstück nicht nur jahrelang — es wird mit der Zeit sogar besser.
Hier findest du alles, was du über die Pflege deiner Strickwaren wissen musst.
Wusstest du? Naturfasern wie Merino und Kaschmir sind von Natur aus antibakteriell und geruchshemmend. Lanolin, das natürliche Wollfett, wirkt antimikrobiell — deshalb müssen hochwertige Strickwaren deutlich seltener gewaschen werden als synthetische Kleidung. Weniger waschen heißt auch: Die Fasern werden geschont und der Pullover hält länger.

Waschen — Weniger ist mehr
Dank der natürlichen antibakteriellen Eigenschaften von Wolle müssen Strickwaren deutlich seltener gewaschen werden als du vielleicht denkst. Das natürliche Lanolin der Faser wirkt geruchshemmend — häufig reicht es, den Pullover über Nacht an der frischen Luft auszulüften. Wenn es doch Zeit für eine Wäsche ist, gehst du am besten so vor:
Handwäsche bei 30°C
Fülle ein Waschbecken oder eine Schüssel mit lauwarmem Wasser (maximal 30°C). Heißes Wasser lässt die Fasern verfilzen und einlaufen.
Wollwaschmittel verwenden
Gib einen kleinen Spritzer mildes Wollwaschmittel ins Wasser. Normales Waschmittel ist zu aggressiv und greift die empfindlichen Fasern an.
Kurz einweichen
Lege den Pullover ins Wasser und lasse ihn 10–15 Minuten einweichen. Bewege ihn dabei sanft hin und her — nicht reiben oder wringen.
Vorsichtig ausspülen
Spüle den Pullover mit klarem, lauwarmem Wasser aus. Drücke das Wasser sanft heraus, ohne zu wringen — das verformt die Fasern.
Trocknen — Geduld zahlt sich aus
Das Trocknen ist mindestens genauso wichtig wie das Waschen. Hier passieren die meisten Fehler — und die sind leider oft nicht mehr rückgängig zu machen.
Flach auf ein Handtuch legen
Lege den Pullover flach auf ein sauberes Handtuch und rolle beides zusammen, um überschüssiges Wasser aufzusaugen. Anschließend auf einem frischen Handtuch flach trocknen lassen.
Niemals aufhängen
Nasse Strickwaren auf einem Bügel? Bitte nicht. Das Eigengewicht zieht den Pullover aus der Form — besonders an Schultern und Ärmeln.
Kein Trockner, keine direkte Sonne
Der Trockner ist der natürliche Feind deiner Strickwaren. Und direkte Sonne kann die Farben ausbleichen. Am besten: ein schattiger, gut belüfteter Platz.

Aufbewahren — Gefaltet, nicht gehängt
Strickwaren gehören in den Schrank, nicht auf den Bügel. Falte sie sorgfältig und stapele sie locker. So vermeidest du unschöne Abdrücke und Verformungen.
Tipps für die Lagerung
Zedernholz-Ringe oder -Blöcke im Schrank halten Motten auf natürliche Weise fern — ganz ohne Chemie.
Lavendelsäckchen duften nicht nur angenehm, sondern wirken ebenfalls mottenabweisend.
Immer sauber einlagern: Motten werden von Körperölen und Schmutzpartikeln angezogen. Wasche deine Strickwaren vor der saisonalen Einlagerung.
Pilling — Kein Grund zur Panik
Kleine Knötchen auf der Oberfläche sind völlig normal und kein Zeichen minderer Qualität. Im Gegenteil: Pilling entsteht besonders bei Naturfasern und lässt mit der Zeit von selbst nach.
Wollkamm oder Fusselrasierer
Entferne die Knötchen vorsichtig mit einem Wollkamm oder einem elektrischen Fusselrasierer. Arbeite dabei immer in eine Richtung.
Nicht zupfen
So verlockend es auch ist: Bitte nicht an den Knötchen ziehen. Dadurch löst du weitere Fasern und verschlimmerst das Problem.
Geduld haben
Nach einigen Waschgängen stabilisieren sich die Fasern und das Pilling nimmt deutlich ab. Dein Pullover wird mit der Zeit nur schöner.
Materialspezifische Tipps
Nicht jedes Material ist gleich. Hier findest du die wichtigsten Pflegehinweise für die drei gängigsten Strickqualitäten.


Edelste Faser
Kaschmir
Kaschmir ist die Diva unter den Strickwaren — und das zu Recht. Die unglaublich weichen Fasern verdienen besondere Aufmerksamkeit:
Selten waschen: Maximal nach 3–5 Mal Tragen. Dazwischen reicht gründliches Auslüften.
Nur Handwäsche: Sanft in lauwarmem Wasser mit speziellem Kaschmirwaschmittel oder mildem Shampoo.
Flach trocknen: Kaschmir verformt sich besonders leicht. Immer liegend trocknen und in Form ziehen.
Der Allrounder
Merino
Merinowolle ist deutlich robuster als Kaschmir und verzeiht auch mal einen Waschgang in der Maschine:
Maschinenwäsche möglich: Im Wollwaschgang bei 30°C, am besten im Wäschesack.
Geruchsneutral: Merino nimmt kaum Gerüche an. Oft reicht einfaches Lüften zwischen den Tragen.
Antibakteriell: Die natürliche Lanolin-Schicht hemmt Bakterienwachstum. Merino bleibt auch nach längerer Tragedauer frisch.
Schnell trocknend: Merino trocknet schneller als andere Wollarten. Trotzdem: flach trocknen.
Pflegeleicht
Baumwoll-Blends
Baumwollmischungen sind die pflegeleichteste Variante in deinem Strickwaren-Sortiment:
30°C Schonwaschgang: In der Maschine bei niedriger Temperatur — am besten auf links gedreht.
Formstabil: Baumwolle behält ihre Form besser als reine Wolle, trotzdem besser nicht aufhängen.
Farbtreu: Die Farben halten länger, solange du direkte Sonne beim Trocknen vermeidest.
5 goldene Regeln für deine Strickwaren
1. Weniger waschen, öfter lüften. Dein Pullover dankt es dir mit längerer Lebensdauer.
2. Immer kalt oder lauwarm waschen. Maximal 30°C — heißes Wasser ist der größte Feind.
3. Flach trocknen, niemals aufhängen. So bleibt die Form erhalten.
4. Gefaltet lagern mit natürlichem Mottenschutz. Zedernholz und Lavendel statt Chemie.
5. Pilling geduldig behandeln. Wollkamm statt Zupfen — mit der Zeit wird es weniger.
Wenn du diese fünf Regeln befolgst, begleiten dich deine Strickwaren viele Winter lang. Und falls du auf der Suche nach neuen, hochwertigen Stücken bist: Schau dir unsere Knitwear-Kollektion an. Oder lies unseren Guide zur richtigen Anzugpflege.
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